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Über Träume, Wünsche und den Sinn des Lebens

  • 27. März
  • 2 Min. Lesezeit

Warum wir manchmal losgehen und

manchmal stehen bleiben


Ich saß gestern in einer Veranstaltung mit dem Titel:

Abenteuer mit Sinn. Christina Haverkamp im Einsatz für die Yanomami


Meine Intention für diesen Vortrag war u.a. eine Frage:

Wie kommt ein Mensch auf die Idee, in den Regenwald zu gehen und 37 Jahre zu bleiben?


Christina Haverkamp wollte die Yanomami im Urwald „besuchen“, ihre Abenteuerlust packte sie und das Bedürfnis die Natur zu überlisten – was auch immer sie damit meinte. Und dann machte sie sich auf den Weg.


Für die teure Überfahrt nach Brasilien hatte sie kein Geld, also heuerte sie auf einem Segelschiff an, übernahm Aufgaben und bekam so die Überfahrt „geschenkt“.


Daraus wurde eine Lebensaufgabe, die sie wohl so nicht geplant hatte.

Sie erfüllte jedoch „ihre Aufgabe“, die das Leben für sie wohl vorgesehen hatte,

mit vollem Herzblut.


Wie geht das, der inneren Stimme folgen?

Haben wir alle diese Stimme in uns?

Warum höre ich sie nicht, obwohl...


... einmal hörte auch ich so eine Stimme:


Schon als Jugendliche wollte ich Trainerin für Bewegungssport werden,

hatte hier und da kleine Mini-Aushilfsjobs angenommen, doch nichts wirklich Ernstes.


Als sich dann, so mit ca. 35 Jahren, die Gelegenheit bot, eine Trainerlizenz im Bereich Rehasport zu erwerben, war ich Feuer und Flamme.

Der Behinderten- und Rehasportverband wollte mich zunächst ausbremsen, da es Privatpersonen nicht gestattet ist, diese Trainerlizenzen zu erwerben – ein Verein oder Träger muss dich dafür vorschlagen und anmelden.


„Das heißt, ich brauche nur einen offiziellen Stempel eines Trägers und dann kann ich die Ausbildung machen?“ Ja, so einfach war das!


Dieser Träger fand sich leicht, Anmeldung – Stempel drauf, und somit wurde ich die erste und einzige freie Rehasporttrainerin in Hamburg, weil ich an keinen Verein oder Träger gebunden war.

Und als diese gab ich unzählige Rehasportkurse in Hamburg und Umgebung.


Und so unterschiedlich diese beiden Wege auch waren – Christinas und meiner –

sie hatten etwas gemeinsam:


Wo andere eine Schwierigkeit sehen könnten, sahen wir keine,

weil dieser Weg aus unserem Herzen kam.


Heißt das: Wenn etwas wirklich aus dem Herzen kommt, gibt es keine Zweifel?

... interessante These.


Ja – handelst du aus deinem Herzen, aus tiefer Überzeugung, weil deine Seele das will, dann wird es leicht.


Nichts kann dich aufhalten.

Der Weg ist klar.

Du wirst geführt und gehst einfach.


Und dann gibt es aber auch ein ‘Nein‘,


denn manchmal spielen deine gemachten Erfahrungen (meist aus deiner Kindheit) auch noch eine entscheidende Rolle dabei, ob du überhaupt ein Herzensprojekt erkennen kannst und dich dann entsprechend kopfüber hineinstürzt.


Weil alte Erfahrungen lauter sind als die Stimme deines Herzens.


Gott Sei Dank kann man alles lernen!


Auch Selbstwirksamkeit und Optimismus kann nachträglich wieder aktiviert werden –

ja genau: aktiviert, nicht neu lernen.


Die gute Botschaft ist: Alles ist in uns veranlagt, wir müssen es nur wieder erwecken.


Dieser Vortrag über die Yanomami-Stämme hat mir eines ganz deutlich gezeigt:


Ich möchte meiner Abenteuerlust wieder mehr Raum geben.


Und dafür wäre es gut, ruhiger zu werden.

Und wieder lernen, hinzuhören.


Nicht auf den Kopf.

Sondern auf das, was mein Herz mir längst sagt.


Wenn du spürst, dass du dein Herz wieder hören möchtest, lass uns ins Gespräch kommen.



feel. face. free.



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